Wien | 28.05.2022

Triumph gegen den Weltmeister: Jack Jordan riss Wiener Fans zu Jubelstürmen hin!

Am Samstagabend eskalierte das STIHL TIMBERSPORTS® Event auf dem Wiener Rathausplatz: Die World Trophy der weltbesten Sportholzfäller bot ein unglaubliches Spektakel, bei dem sich – unter dem Jubel der fassungslosen Fans – der Neuseeländer Jack Jordan zum Champion kürte. Am Sonntag ermitteln ab 15 Uhr noch die besten Österreicher ihren Meister.

 

Die Fans waren aus dem Häuschen: 2000 in der rappelvollen Arena am Fuße des Wiener Rathauses und gut 1000 „Zaungäste“ erlebten ein Spektakel der Superlative, das die 15 weltbesten Sportholzfäller auf der Bühne der STIHL TIMBERSPORTS® World Trophy abzogen!

 

Mit atemberaubendem Einsatz, unfassbarem Tempo und sagenhafter Geschicklichkeit schaukelten sich die Top-Könner ihrer Branche von Runde zu Runde zu immer grandioseren Leistungen auf. Allein das Zusehen trieb dem Beobachter Schweißperlen auf die Stirn: Erst galt es, mit der Stock Saw ein „Cookie“ abzuschneiden, im Sprint ging es zum Underhand Chop, zurück an die Single Buck und schließlich zum Standing Block Chop.

 

Tagesbestzeit stellte der Neuseeländer Jack Jordan bereits in der ersten Runde in 58,07 Sekunden auf – nur 3,39 Sekunden fehlten zum Weltrekord des US-Amerikaners Matt Cogar! In diesem Stil ging es in packenden Kopf-an-Kopf-Rennen weiter. Im Semifinale behauptete sich Jordan gegen Brad De Losa, ehe Weltmeister Jason Lentz (USA) den besten Europäer, Michal Dubicki aus Polen, niederrang.

 

Im kleinen Finale sicherte sich De Losa zunächst Bronze gegen Dubicki. Dann das Giganten-Duell um die Wiener Trophäe: Jason Lentz (36) gegen Jack Jordan (26), Weltmeister 2021 gegen Team-Weltmeister 2017, 198 Zentimeter Körpergröße gegen 195, 115 gegen 110 Kilogramm. Und es wurde ein Hundertstel-Krimi, bei dem sich erst bei der letzten Disziplin, dem Standing Block Chop, die Jugend relativ deutlich durchsetzte: Jack Jordan siegte in 1:03,83 Minuten, 9,33 Sekunden vor Lentz.

 

Jack Jordan: „Daran werde ich mich mein Leben lang erinnern“

„Ein absolut fantastisches Event“, stimmte Jordan in den Jubel der Fans ein, „und ein einzigartiges Erlebnis für mich, an das ich mich mein Leben lang erinnern werde.“ Die persönliche Bestzeit in Runde eins habe ihm die Sicherheit verliehen, an diesem besonderen Tag Außergewöhnliches leisten zu können. „Und am Ende gegen Jason zu gewinnen“, so der überschwängliche Sieger, „setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf!“

 

Armin Kugler: „Da war heute nichts zu holen“

Österreichs Besten, Lokalmatador Armin Kugler ereilte das Aus bereits in der ersten K.o.-Runde. Der 30 Jahre alte Profi aus dem Waldviertel zollte wohl auch den Strapazen des Heimspiels Tribut, haderte nach der Niederlage gegen den Belgier Koen Martens in der Runde der besten 16 jedoch in erster Linie mit sich selbst: „Da war heute nichts zu holen. Die Zeit (1:45,42 Minuten, Anm.) ist einfach zu schlecht.“ Zum Vergleich: Beim Time Trial hatte Kugler die vier Disziplinen wenige Stunden zuvor noch in 1:17,29 Minuten absolviert. „Wenn man so viele Fehler macht, muss man sich nicht wundern…“ Rang 15 in der World Trophy bedeutet eine herbe Enttäuschung, die Chance auf den nationalen Meistertitel am Sonntag (ab 15 Uhr) nur einen schwachen Trost.